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15.07.2011 Rudolf Seiters zu Besuch beim DRK-Kreisverband

Sorgen gehört und neue Einrichtung gelobt.   Minden (mt). "Man hat es gespürt, das wird eine sehr sehr schöne Einrichtung." So beeindruckt war Dr. Rudolf Seiters (73), Präsident des Deutschen Roten Kreuzes von seinem Besuch am Donnerstag beim DRK-Kreisverband Minden.

Während Steffen Kampeter (l.) und Kai Abruszat (r.) die fachgerechte Säuglingswicklung begutachten, findet Rudolf Seiters lobende Worte. | MT-Foto: Manfred Otto

VON HARTMUT NOLTE

Gemeint war das Mutter-Kind-Zentrum für junge alleinerziehende Mädchen mit Kleinkindern, die rund um die Uhr betreut werden. Während diese Einrichtung im Altbau schon in Betrieb ist, soll spätestens am 1. September auch Leben in den nach Entwürfen des Mindener Architektenbüros Engel und Galetti gestalteten Neubaus an der Friedrichstraße einziehen. Hier entsteht eine Kindertageseinrichtung.

Sie sei die einzige im weiten Umkreis, die nur für Kinder unter drei Jahren als so genannte Kinderkrippe eingerichtet wird, betonte DRK-Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter Kai Abruszat (FDP). Heike Nitzschke, noch im DRK-Kindergarten in Hausberge an der Hoppenstraße tätig, wird die Leitung übernehmen und mit fünf bis sechs weiteren Erzieherinnen 20 Kleinkinder betreuen, im Obergeschoss zehn Babies im Krabbelalter.

"Lernen durch Bewegung ist unser Motto", betonte Hans-Jürgen Weber, Leiter der Elsa-Brandström-Jugendhilfe, die als Tochter des DRK-Kreisverbandes beide Einrichtungen trägt, die besondere pädagogische Einrichtung der Krippe. Sie soll vorrangig Kindern von alleinerziehenden Mütter zur Verfügung stehen.

Der Besuch der Einrichtungen stand am Ende des Besuchs des DRK-Präsidenten, an dem auch der heimische Bundestagsabgeordnete Steffen Kampeter (CDU) teilnahm. Seiters, Kanzleramtsminister (1990 und 1991) und Bundesinnenminister (1991 bis 1993) kennen sich aus gemeinsamen Jahren in der CDU-Bundestagsfraktion. Seiters war von 1969 bis 2002 im Bundestag, ist seit 2003 DRK-Präsident.

Zuvor hatte der aus Osnabrück stammende und in Papenburg wohnende Präsident der mit 4,1 Millionen Mitgliedern größten Hilfsorganisation Deutschlands sich in der Geschäftsstelle des Kreisverbandes über die umfangreiche und vielschichtige Arbeit des DRK in Minden unterrichten lassen.

Nach persönlicher Vorstellung und einiger Gedanken zur aktuellen Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes, insbesondere zur Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements für die Hilfstätigkeit und die Organisation selbst wollte Seiters hören, wo die Mitglieder des Kreisverbandes Minden der Schuh drückt.

Davon wurde reichlich Gebrauch gemacht. Da war unter anderem die Führerscheinfrage. Nach neueren Bestimmungen gelten schärfere Voraussetzungen für die Fahrerlaubnis für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen. Für Hilfsorganisationen wie das DRK ein Problem: Teure Schulungen oder weniger Fahrer oder Fahrzeuge stehen lassen müssen. Niedersachsen habe das Problem schnell mit der Sondererlaubnis gelöst, das Land NRW tue sich damit schwer, wurde an den DRK-Präsidenten die Unterstützungsbitte weitergegeben.

Auch die Zukunft des Rettungsdienstes macht den aktiven Helfern vor Ort Sorge. Wenn man auch hier die Privatisierung fortschreiten lasse und aus Kostengründen auf private Wettbewerber setze, gefährde das den Katastrophenschutz, der sich hauptsächlich auf die haupt- und ehrenamtlichen Kräfte stütze.

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15. Juli 2011 00:00 Uhr. Alter: 309 Tage